Männer sind für mich manchmal ein Buch mit 7 Siegeln. Wenn ich ein Siegel geknackt habe und ich glaube, ich hab begriffen, wie die Männer ticken, dann erscheint wieder ein neues Siegel, das mir ein Rätsel aufgibt, worauf ich mir keinen Reim machen kann.
Im Erotikchat erlebe ich täglich die unterschiedlichsten virtuellen Bedürfnisse, nach denen es den Männern verlangt. Das gab es den Fetihist, der sich mit Frauenunterwäsche aufgeilt und da gab es den devoten SMler, der nach einer Online Befriedigung sucht. Ich hatte auch schon Männer, die einen ganz normalen Chat mit mir geführt haben, ohne das nach einer bestimmten Pose verlangt haben. Oder da war der Gast, der mir all sein Sexspielzeug vorführte und nur auf mein Staunen aus war.
Heut kam ein Gast, dessen Verlangen ich nicht orten konnte. Während unseren Chat´s im kostspieligen Portal ratterte unterbrochen durch meinen Kopf die Frage „Was will der Mann von mir ?“ oder „Wie sollte ich jetzt reagieren, damit der Chat weiter am laufen bleibt?“
„Hallo, guten Tag“ begrüße ich den Gast im meinem Chat.
„Wie gehts?“ Das sind eine übliche Einstiegsfloskel, mit dem das Gespräch erst einmal auf den Weg gebracht werden kann.
„Ach, ich bin geil und ganz allein zu Haus“ stöhnt er in den Chat und damit hat er mein Mitgefühl auf seiner Seite.
„Das klingt aber traurig, was du schreibst“ antworte ich und hab schon die Frage nach einer Freundin in Peddo. Auch das ist nur eine Floskel, die sind ganz gut zur Weiterführung des Gesprächs eignet. Denn er wird ja seinen Grund haben, warum er mir diese Antwort anbietet.
„Ja, das ist traurig. Meine Frau ist gestern fremd gegangen“ erzählt er mir weiter.
„Oh, das ist ja noch trauriger“ antworte ich. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, in welche Richtung dieses Gespräch jetzt laufen soll.
„Sie war ohne mich auf einer Party und da hat sie es gemacht.“
„Wo ist deine Frau denn jetzt?“ frag ich nach Ich kann noch immer nicht erkennen, in welche Richtung dieses Gespräch laufen soll. Will er sich bei mir ausweinen oder will es etwas sehen? Er wirkt nicht hektisch. er schaut nicht auf´s Geld und so laß ich mich auf das Gespräch als eine Frau ein, die ihn die Tränen aus den Augen wirscht.
„Sie ist grad einkaufen“ erzählt er mir weiter.
Ob der Sexchat mit mir eine einsame Rache eines hehörnten Mannes für das Fremdgehen seiner Frau sein soll?
„Dann war sie bestimmt besoffen, sonst hätte sie mit dem anderen bestimmt nicht getreiben“ schlage ich als mögliche Erklärung vor.
„Klar, sie war besoffen wie tausend Russen“ bestätigt er meine Vermutung.
„Wo warst du denn?“ frage ich bei im nach.
„Ich konnte nicht mit, weil ich arbeiten war“
Dann erzält er mir die ganze Geschichte. Er wäre ihr später nachgefahren und wollte seine Frau abholen. Doch als er in den Raum kam. waren fast alle Gäste weg. Nur noch seine Frau und der Fremde, der sich eng an seine Frau schmiegte,
„Ich hab mich hinter eine große Pflanze versteckt und alles beobachtet“
„Und das hast du ausgehalten?“ will ich von ihm wissen.
„Ja, ich hab zugesehen. Es hat mich geärgert und erregt“ Dann erzählt er mir, dass seine Frau den Schwanz des fremden Mannes massierte. Eine großer Schwanz wäre als große Beule in der Hose gewesen und so besrchreibt er mir die Geschlechstteile des Fremden, der vor seinen verborgenen Augen sich über seine Frau her machen wird, Detail genau.
Er nennt mir sogar die technischen Daten des fremden „Der Schwanz hatte 22 x 6 cm und seine Eier waren so groß wie eine Zitrone“
Alle Achtung, denke ich mir, der weiß aber Bescheid und ich bin mir nicht sicher, ob mein Gast mir vielleicht eine kleine Fanasiegschichte auftischt.
„Dann hat er sie auf den Rücken gelegt, ihren Slip beiseite geschoben. Was glaubst du, was sie da gemacht haben?“ will er von mir wissen:
„Na, ich fürchte, sie haben es miteinander getrieben“ schätze ich mal so ins Blaue. Als logischen Schluß fällt mir nichts besseres ein.
„Genau“ bestätigt er mir und beschreibt mir – wieder detailgenau – wie sie es getreiben haben und das sein Schwanz so groß war, dass man es sich kaum vorstellen kann. Den riesigen Schwanz des Fremden erwähnt er mehr als einmal, so dass ich einen Verdacht hatte, dass er unter einem „Kleinen-Schwanz-Syndrom“ leidet und sich dieses Fremdgehen seiner Frau selbst einredet .
„Dann hat er wieder von ihr gelassen und was glaubst du, war er dann gemacht hat?“ will er wieder von mir wissen.
Naja – ich kann eins und eins zusammenzählen „Ich glaub in den Mund“ biete ich ihm als meinen Tip an.
„Ja. Und sie hat sich alles gefallen lassen. Hat seinen Schwanz geblasen und seine Eier massiert“ schreibt er empört in den Chat.
„Das war ja schlimm für dich“ ich tröste ihn. „Was hast du gemacht?“ möchte ich von ihm wissen.
„Ich hab einen Steifen bekommen“ erklärt er mir.
Ob er wohl ein Spanner ist und mir seine Fantasie aus dieser Sicht auftischt?
„Und was haben die beiden gemacht“ ich bringe wieder das Gespräch auf die beiden, die es nach einer Party es vor den Augen des Ehemannes wild miteinander treiben.
„Er hat dann abgespritzt“ erzählt er weiter und auch hier geht es wieder ins Detail.
„So was hab ich nicht nie gesehen“ und er beschreibt mir sensationell. dass 6 bis 8 Schübe aus seinem Schwanz raus kamen.
„Das war ja eine Menge“ heuchel ich ihm vor.
„Willst du nicht mal was von dir sehen lassen“ bittet er mich.
Bis dato dachte ich, er wollte sich nur in seinem Leid weiden und nicht an meinen weiblichen Kurven. Doch für diesen Chat – er läuft schon 30 Minuten – muß er sicher reichlich blechen und dafür sollte er auch was für seine Augen bekommen und ich pose für ihn sexy in die Webcam.
„Was meinst du, was sie dann noch gemacht haben?“ er kommt wieder auf das Fremdgehen seiner Frau zurück.
„Haben sie es vielleicht noch mal getrieben?“ frage ich zurückhaltend nach. Mir fällt nichts besseres ein.
„Diese Nutte“ schreibt er empört.
Das sind seine letzten Worte im Chat, dann gibt das System mir den HInweis, dass der Gast meinen Chat verlassen hat…
den Senf dazu