Rollentausch
Wenn er sich einloggt, dann weiß ich, dass er von mir wissen will, was er machen soll. Ich frage nach seinen Utensilien, die er bei sich hat. Daraus kann ich schließen, was er mag und möchte. Er liebt das Spiel mit der Unterwerfung und virtuelle läuft das Spiel über die Aufgabenerfülllung, die ich ihm stelle.. Die Variationen haben sich eingeschränkt, weil dem Gast die ganze Palette von Bongade und Tortour nicht liegt. Seine Bereitschaft Schmerzen zu ertragen hält sich in Grenzen und geht über das Klammern nicht hinaus. Selbstgesetzte Schläge, kneifen und ähnliche starke Hautreize sind nicht so sein Ding.
Als er gestern überraschend wieder in den Chat kam, ratterte mir gleich der Kopf, was ich ihn heut als Reiz anbieten könnte. Diese Art Spiel verlangt immer nach einer Steigerung, die etwas mehr bringen soll, als die “Sitzung” davor.
“Hi, da bist du ja wieder mal” begrüße ich ihn und hoffe auf Einfälle, die mir im richtigen Moment zufliegen.
“Ja” antwortet er mir “ich war schon lange nicht mehr bei dir”
Er gehört zu den geduldigen Chattern und lässt sich Zeit für ein einfaches Gespräch, sozusagen als Aufwärmphase. Während dessen überlege ich, wie ich diesmal vorgehen könnte, damit es ihm Spaß bringt. Als er sieht, dass ich einen breiten Glitzerschal als Schärpe um meine Hüften gelegt habe, kommt er vielleicht auf die Idee, es mal anders herum zu versuchen.
“Lass deine Brüste raus” bittet er mich “und nimmt der Schal von deinen Hüften”
Ich nehme an, er will sich erst mal mein Aussehen nach seinen Vorstellungen schaffen, damit er nach seinem Geschmack auf Touren kommen kann.
Artig hebe ich meine Brüste aus den Körbchenschalen und las sie frei über meine schwarze Korsage schweben. Der schwarze Hintergrund der Korsage sorgt dafür, dass meine Brüste das Bild beherrschen. Das Cambild ist klein und erfasst bei entsprechender Nähe nur das Brustbild.
Er weidet sich an dem Bild ”Immer wieder schön anzusehen” seufzt er in den Chat. Das sind die kleinen Motivatiosschienen, die mich als Senderin auch mit auf Touren bringen. Kein einfaches “Geil” oder “tolle Titten”, nein, es ist mehr. Das Auge des Gastes im Chat weidet sich an dem Anblick. Doch dann wünscht er doch noch eine Veränderung.
“Leg den Schal zu einem Band zusammen” bitte er mich weiter.
Ich merke, das ich heut gar nicht so richtig die Zügel für den Chat in die Hand gelegt bekomme. So wie es sonst zwischen uns lief, läuft es heut nicht. Er bleibt am Drücker und wartet auf das Ergebnis seiner Anweisungen.
Ich tue, worum er mich bittet und lege das schwarze – mit kleinen Glitzerpalietten übersätes – Tuch zu einem schmalen Band zusammen und warte darauf, was mit dem Tuch nun geschehen soll.
“Jetzt binde deine Brüste damit ab”
Das ist schon ein Befehl, wie ich ihn sonst immer gebe. In dem Falle bat ich ihn, seinen Hoden mit dem bereitgelegten Seil in die Bondage zu legen.
Nachdem ich das Tuch straff um jede einzelne Brust gewickelt hab, stehen sie wie schwarz eingerahmte Ballons vom meinem Körper ab. Die schwarze Spitzenjacke und die schwarze Korsage verstärken das eingerahmte Bild noch weiter. Der Anblick ist kurios für die Gäste im Chat, die nicht auf Bondage stehen.
Zufrieden “nickt” er meine Wickeltechnik ab und ich warte, wie er sich den Chat weiter vorstellt.
“Hast du auch Klammern da?” fragt er mich. Auf die Extrawünsche der Gäste bin ich eingerichtet und krame aus einer kleinen Tasche ein paar Klammern und halte sie für ihn in die Cam.
Er findet sie ok. Was gibt es auch an einer normalen Wäscheklammer schon auszusetzen.
“Jetzt setze die Klammern auf deine Brustwarzen” schreibt er als Order ins Chatfenster.
Durch das Abschnüren sind meine Brüste leicht bläulich angelaufen und fühlen sich unterkühlt an. Das macht den Klammerschmerz unangehmer, als er schon ist. Also setze ich die erste Klammern nur auf den Warzenhof, damit ich vor Schmerz nicht in die Knie gehe. Einem Chatgast zu liebe hab ich die Klammern mal direkt auf die Brustwarzen gesetzt. Der Stichschmerz ging gleich in meine Knie und brachte Schwindelgefühl in den Kopf. Das will ich mir nicht noch mal antun. Doch sein wachsames Auge sieht es. “Direkt auf die Brustwarzen bitte”
Das ist die erste Bitte, die ich ihm abschlage und biete ihm deshalb einen Tausch an. Ich setze mehrere Klammern auf den Brustwarzenhof und damit ist er auch zufrieden. Bei jeder Klammer, die ich an meiner Brust festgesetzte schreibe in das Chatfenster: “Aua” oder “Das tut ja weh” damit er eine Resonanz bekommt.
“Jetzt weiß du, was du mit mir immer gemacht und wie weh das tut” feixt er und freut sich, dass ich heut den Schmerz ertragen muss.
“Er hat sich ja auf diesen Chat vorbereite und sich Gedanken gemacht” geht es mir durch den Kopf. “Das finde ich stark und einfallsreich”
“Jetzt möchte ich, dass du deine Oberschenkel innen zart streichelst” setzt er weiter unseren Chat fort.
Damit er es sehen kann, stelle ich ein Bein auf den Tisch und mit dem anderen Bein stehe ich auf dem Boden. In dieser Stellung öffnet sich der Blick auf meine Genitalien, die jetzt im Mittelpunkt des Chatfensters zu sehen sind. Auf diese Weise kann er verfolgen, ob ich seine Anweisungen nach seinen Vorstellungen auch umsetze und ich beginne mich zu streicheln.
Alles was ich als Senderin für den Gast mache, sehe ich über das Kontrollbild ebenfalls und so kann ich mir selber bei meinen Streicheleinheiten zuschauen. Es kommt ein leichtes knistern auf, das vielleicht auch auf der anderen Seiten unseres Chats zu spüren ist.
“Nun lass deine Finger nur ab und zu mal an deine Muschi vorbei gleiten. Und nicht schneller werden. Bleib weiter so zart, wie bisher” fordert er mich auf.
Während ich seine Anweisungen umsetze, zart meine Oberschenkel streichen und dabei nur ab und zu mal meine Muschi streifen, huscht ein Schmunzeln über mein Gesicht. “Er hat sich ja wirklich ganz dolle Gedanken gemacht und den Ablauf geplant. Irgendwie finde ich das sogar rührend” geht es mir durch den Kopf.
“Wenn du jetzt deine Muschi streifst, dann lass ab und zu deine Finger in die Spalte gleiten” Das Cambild verändert sich nun nicht mehr in der Einstellung. Während ich beim Streicheln ab und zu mal meine Finger in die Spalte gleiten lasse, schaut er mir auf der anderen Seite zu. Heut hat er zum ersten mal sein eigenen Cambild nicht mit in den Chat gesendet und so kann ich nur darüber spekulieren, ob er sich bei dem Anblick auch in Stimmung bringt.
“Hol jetzt deinen Dildo und setz ihn mit ein. Lass ihn aber nur ganz langsam rein und raus gehen” seine Anweisungen sind ganz präzise und so kann ich seine Wünsche ohne Nachfragen erfüllen. Wieder die knisternde Stille im Chat. Der Dildo wandert nur langsam zwischen Rein und raus, während meine freie Hand weiter die Oberschenkel streichelt.
“Jetzt lass den Dildo ganz tief drin und ihn in deinem Inneren rotieren. Tu was dir gefällt und Spaß macht. Mach dich mit dem Dildo so richtig heiß” ermuntert er mich zum weiter machen.
Mir wird jetzt klar, was er vor hat. Er will mich zum Höhepunkt bringen. Nicht in dem klassischen Sinne, wie die meisten Männer es in den Chats sehen wollen – wie ich es mir so richtig besorge, nein, dies war etwas ganz anderes. Er will mich zum Höhepunkt bringen und seine Anweisungen sollen mir dazu verhelfen.
Ich gebe ihm ein Signal, dass es mir untenrum schon ganz schön heiß geworden ist und wenn ich so weiter mache, ich es bald nicht mehr halten kann. Er reagiert sofort darauf.
“Zieh den Dildo wieder zurück und lass ihn jetzt ganz schnell rein und raus tanzen” Dabei feuert er mich an, dass ich schneller werden soll und ich setze um, worum er mich bittet. Der Umgang mit dem Dildo ist im Chat für mich schon zur Gewohnheit geworden. Man kann fast sagen, dass der Umgang mit ihm vor der Cam fast schon zu einen routinemäßiger Vorgang geworden ist. Doch mit seiner Anleitung fällt die Routine ab und so nimmt auch der Vorgang einen anderen Verlauf, der nicht ohne Regung bei mir bleibt. Es regt sich was, er erregt sich etwas und das lässt das knistern noch einmal in den Vordergrund rücken.
Das schnelle Rein und Raus, das Streicheln der Oberschenkel und das Knistern im Chat lässt eine sehr starke erotische Stimmung aufkommen, die mich fast zum fließen bringt.
Ich zeige ihm meine feuchten Fingerspitzen “Ich konnte es nicht mehr halten” schreibe ich ins Chatfenster. Er ist zufrieden und freut sich, dass seine Taktik geklappt hat. Die Spannung zwischen uns lässt nach.
“Ich kann deinen Text gar nicht mehr lesen” schreibt er in mein Chatfenster. Für mich hat sich im Chatfenster nichts verändert, ich sehe seinen und meinen Text. “Ich kann deinen Text aber lesen” schreibe ich als Antwort zurück und das, obwohl ich weiß, dass er meinen Text ja nicht lesen kann.
“Ich logge mich kurz aus und dann wieder ein. Wenn das nicht klappt, dann sage ich schon mal Tschüß bis zum nächsten mal” dann macht es mit einem Geräusch “Klack” und was von im bleibt ist die automatisch erzeugte Textzeile “XXXX hat den Chat verlassen”
Der Ordnung halber bleibe ich noch ein paar Minuten und warte auf seine Rückkehr. Doch von den zurückliegenden Chats mit ihm sind mir diese zügigen Abgänge nach dem Höhepunkt schon bekannt……


den Senf dazu